Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 4.8.2023

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

„Die Hälfte aller PKW-Wege in Österreich sind kürzer als 5 km, ein Drittel aller PKW-Wege sind kürzer als 3 km.“  schreibt das Umweltministerium >> hier auf der Klima.Aktiv Homepage.

RADFAHREN ist eine klimaschonende und auch gesunde Möglichkeit ist, so kurze Wege zurückzulegen. Und weil das von „Experten“, vom Land und von verschiedensten Initiativen auch immer wieder angepriesen wird, habe ich das jetzt seit Oktober 2022 an mir selbst und innerhalb unserer Gemeinde ernsthaft versucht. Ich darf dir heute ein paar Ergebnisse aus diesem „RAD-Selbsttest“ weitergeben.

Zunächst die Fakten:

  • ich bin mit einem Elektrorad gefahren
  • seit Oktober 2022 habe ich damit rund 2500 km zurückgelegt.
  • das waren ausschließlich „dienstliche“ oder „Arbeits-Wege“ – also keine Freizeitfahrten
  • Die Wege haben überwiegend nur die Gemeinde umfasst. Die weitest entfernte Sitzung, die ich mit dem Rad besucht habe, hat in Blindenmarkt stattgefunden. Die am weitesten entfernten Feiern und Repräsentationen, die ich mit dem Rad gemacht habe, waren Allhartsberg, Winklarn und Euratsfeld.
  • Schätzungsweise rund 95% aller Wege in der Gemeinde konnte ich so mit dem Rad anstatt Auto fahren.

Die Erfahrungen:

  • Mit einem Elektrorad kommt man auch nach einer längeren Fahrt „unverschwitzt“ an und sowohl für´s Büro oder auch Baustelle ider andere Termine „fit“ an. Die Anstrengung, die man reinlegt definiert man auch bei Steigungen ausschließlich selbst mittels Antrittskraft und „Elektropower“-Einstellung.
  • Bei Regen geht´s auch – allerdings kommt´s auf die Kleidung an. Eine wasserdichte Jacke mit Kaputze unter dem Helm ist für den Oberkörper perfekt. Problematisch ist die Hose. Natürlich gibt´s auch hier „wasserdichte“ aber das ist dann doch einigermaßen aufwändig für Kurzstrecken.
  • Sogar der Winter ist „machbar“. Nur einmal habe ich es im Winter „übertrieben“ und das hat mit einem doch schmerzhaften Sturz geendet. Ansonsten braucht´s halt VORSICHT und bei matschiger Schneelage ist dann mit dem Rad wirklich Schluss.
  • Was zum Thema „Sicherheit“ führt: Helm ist „Pflicht“. Eine Brille ist gegen Mücken und Wind wichtig und die Kleidung oder der Rucksack müssen hell oder reflektierend sein!
  • Der Rucksack ist ein weiteres wichtiges Utensil. Er ist bei mir fast immer dabei und meist mit dem Laptop und Papieren gefüllt – das geht besser als Du glauben würdest. Und immer mit Regenkleidung und auch einer Weste oder einem wärmeren Teil, wenn ich es nicht ohnehin anhabe.
  • Damit ist auch schon das Transportproblem angesprochen. Nachdem ich die Einkäufe zu Hause nicht erledigen muss, waren Bierkisten oder Klopapierrollen bislang nicht mein Problem. Aber am Gepäckträger einen Korb drauf und im geräumigen und angenehmen Rucksack einiges verstauen, das lässt zumindest „kleine Lasten“ leicht mitnehmen.
  • Einen Parkplatz findest Du mit dem Radl in jedem Fall immer.
  • Eine Absperrung empfehle ich Dir für das Rad – vor allem wenn es einen höheren Wert hat – in jedem Fall.
  • Gesund ist Radfahren – auch wenn´s elektrisch ist. Zumindest ist man an der frischen Luft und….
  • Man sieht wirklich viel. Zum Beispiel Risse im Asphalt. Bankette, die kaputt sind, Schäden an Straßenbeleuchtungen oder auch so manches andere…….
  • Aber man wird zunächst nicht immer gleich erkannt – was manchmal sogar zu witzigen Situationen führt und oft in den letzten Monaten auch zu einem „Erstaunen“ derer, die man grüßt oder zu einem „Aha-Erlebnis“, wenn man den Helm abnimmt.
  • Zeit muss man mehr einplanen. Aber auch von Stephanshart auf den Kollmitzberg sind´s in Wahrheit nur 10 bis 12 min. länger als mit dem PKW. Gestern insgesamt rund 20 Minuten „unverschwitzt“!
  • Radwege braucht man nicht so sehr als Elektro-Radlfahrer, sondern Radwegen helfen den Autofahrern, die durch Radler natürlich öfter aufgehalten sind, wenn´s zum Beispiel um´s Überholen geht.
  • Und manchmal steht man vor dem Problem, dass man jemanden mitnehmen sollte. Das geht dann natürlich nicht. Aber auch da haben sich dann Lösungen – zum Beispiel erst vor wenigen Tagen durch Umstieg bei einer Baustellenrundfahrt auf das Gemeindeauto gefunden.
  • Schließlich ist Radlfahren bei jeder Tages- und Nachtzeit möglich, wenn Kleidung und Beleuchtung gut sind.

Fazit:

  • Der Anfang ist schwer und das konsequente Fortfahren ist noch schwerer. Du musst den „inneren Schweinehund“ einfach immer wieder besiegen!
  • Aber insgesamt „lohnt es sich“ und gibt schließlich auch ein gutes Gefühl, was geleistet zu haben, für den Körper was gutes getan zu haben und vielleicht auch ein bisserl die Umwelt geschont zu haben.
  • Und am Ende wird´s auch für alle „normal“. Sogar zu 80iger Gratulationen mit dem Rad zu fahren und die Blumen am Gepäckträger mitzunehmen hat nichts mehr „aussergewöhnliches“ an sich.

Wenn Du jetzt auch den Geschmack gekommen bist, dann muss es vielleicht nicht einmal gleich ein eigenes E-Radel sein. Auch meine ersten 2500 Kilometer habe ich auf „Leihrädern“ meiner Familie zurückgelegt, die bislang von den Besitzern nur „freizeitmäßig“ und damit relativ „unterdurchschnittlich mit viel Stehzeit“ in Gebrauch waren und jetzt zu „Alltagsrädern“ geworden sind.

(c) https://www.klimabuendnis.at/teil-4/oe-unterwegs-4

 

>> hier auf der österr. Klimabündnishomepage liest Du übrigens noch viel mehr über das Mobilitätsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher. Zum Beispiel, dass eine Person in Österreich durchschnittlich täglich 2,6 Wege ausser Haus zurücklegt.

Am 16.8. und am 22.8. finden im Rahmen des Kinderferienspieles Fahrten zu Kinderführungen ins Österr. Parlament in Wien statt. Die erste Tour am 16.8. ist bereits länger ausgebucht aber für Dienstag, den 22.8.2023 gibt´s noch Plätze – sowohl für Kinder als auch für begleitende Erwachsene. Wir werden übrigens an beiden Tagen mit dem Zug nach Wien fahren. Abfahrt ist jeweils um 09.00 am Bahnhof in Amstetten. Die Rückkunft findet dann um ca. 16.00 Uhr in Amstetten. Einen kleinen Vorgeschmack auf die kindgerechte Führung im Parlament >> bekommst Du schon hier auf der Parlamentshomepage. Herzlich willkommen ich freue mich auf Dich und dass ich Dich nach Wien begleiten darf. Anmeldungen bitte am Gemeindeamt bei Sonja Amon unter 07479 7312 13 oder gemeinde@ardagger.gv.at

 

Schon viel früher gibt´s heute beim Kinderferienspiel „Spiel und Spass mit dem ROTEN KREUZ“ und diese weiteren Veranstaltungen am kommenden Wochenede:

Fr. 04. **Kinderferienspiel:** Spiel & Spaß mit dem Roten Kreuz
Fr. 04. Kistn-Party
So. 06. Tag der Blasmusik des Musikvereines Kollmitzberg
So. 06. Matinee im Rahmen der donauFESTWOCHEN im Strudengau 2023

Von der Kistn-PArty haben mich übrigens diese Bilder erreicht, die auch sehr gut zeigen, warum das „Festl“ da heute abend „Kistn-Party“ heisst:

Am Kollmitzberg wirst Du am Wochenende, wenn Du dann auch zum „Tag der Blasmusik“ am Sonntag vorbeischaust, sicherlich auch sehen, dass die Baustelle bei Werner Grünberger im Gh. Alpenblick sehr gut vorankommt:

Morgen spielt die SG Ardagger/Viedorf in der Regionalliga Ost auswärts. Für die Heimspiele in Ardagger werden aber noch für einige Termine im Herbst und im kommenden Frühjahr „Matchpatronanzen“ vergeben. € 800,– kostet seine solche und beinhaltet auch VIP Einladungen – zum Beispiel für Firmenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Unterstützers oder auch Platzdurchsagen, Nennung auf den Matcheinladungen und NÖN Fotos. Es sind in erster Linien „Firmen- und Produktsponsorings“ willkommen. Partei- oder gesellschaftspolitische Botschaften werden im Sinne der „Neutralität“ des Fußballs bewusst vermieden. Kontakt für Matchpatronanzen ist Johannes Neuhauser unter 0664 6070816.

Und über das „dekorative“ Element von 30km/h Tafeln habe ich vorige Woche schon einmal geschrieben. Nachdem Frau Bundesministerin Gewessler interessanterweise auch gerade eine Initiative auf den Weg bringt, mit dem Ziel, es Gemeinden auch ohne BH Genehmigung zu ermöglichen, in Ortsgebieten selbst auf Bundes- und Landesstraßen Tempo 30 zu verordnen, haben wir seitens des Gemeindebundes die Forderung, nach einer Radarüberwachung dieser erneuert. Wie so eine Radarüberwachung in der Praxis funktionieren kann, das ist in diesem Video zusammengefasst.

Der Vorschlag für den heutigen Spruch des Tages und auch das zugehörige Bild kommt von Helga Amon: „Wenn du Vögel singen hören möchtest,dann kaufe keinen Käfig. Pflanze für sie einen Baum“, hat ein unbekannter Autor gesagt.

Auch wenn die Pflanzzeit erst im Herbst kommt, dann kannst Du ja vielleicht heute oder an diesem Wochenende schon einmal den Platz für den Baum aussuchen!

Und wenn Du den Platz hast, dann nutze den hoffentlichen Ansporn dieser News zum Radfahren noch. Vielleicht geben Dir diese RADFAHR-Zitate aus dem Mund ganz wichtiger Menschen noch den nötigen letzten Anstoss:

  • „Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.“  jhat der große John F. Kennedy gesagt.
  • Albert Einstein sagte: „Mir ist es eingefallen, während ich Fahrrad fuhr.“
  • „Beim Fahrradfahren geht es um Bewegung und Freiheit, auf dem Fahrrad fühlt man sich ungebunden, ja fast autonom.“ meinte Ralf Hütter
  • und der Autor Arthur Schnitzler sah es gar als Lebenselexier: „Der Strohhalm, mit dem ich mich an die Lebensfreude klammere, ist augenblicklich das Bicycle.“  hat er gesagt.

Alles GUTE für Dich und Deinen heutigen TAG und das kommende Wochenende!

(c) Helga Amon

Ein Gedanke zu “Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 4.8.2023

  1. Hallo lieber Bürgermeister Hannes!

    Schöner Beitrag am heutigen Tag (04.08.23) in deinen Frühstücknews (die ich übrigens jeden Tag lese) betreffend Radfahren im Alltag. Von Stephanshart bin ich während der Woche die letzten 10 Jahre fast täglich mit meinem Rad (ohne Elektroantrieb) nach Amstetten und natürlich retour, meistens über Umwegen (längere Radschleife) gefahren. Das mit dem Einkaufskorb am Radl kann ich nur bestätigen: das funktioniert super!
    Ich bin vor ein paar Jahren sogar mal von meinem Dienstort in Amstetten mit dem Rad nach St. Pölten (Landhaus) zu einem dienstl. Tageskurs gefahren! Retour natürlich auch wieder…(lach); geht alles!

    Liebe Grüsse aus Amstetten (okay: ARDAGGERstraße)
    Christian Kremslehner

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