Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 26.1.2024

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Zunächst möchte ich mich heute bei Andreas REDL aus Zeillern ganz herzlich bedanken. Er ist Obmann der dortigen Wasserwerksgenossenschaft in Zeillern und in den letzten Monaten haben wir im Zuge des LWL Ausbaues in den Randbereicehen von Zeillern (Luppenberg, Friedlmühle, Schörghof) ganz eng mit ihm zusammengearbeitet und auch einige neue Wasserleitungen für die Wasserwerksgenossenschaft mitverlegt. Gestern haben wir noch abgerechnet und genauso engagiert, geradlinig und konsequent wie draussen auf den Baustellen, sind wir rasch am Punkt gewesen und haben letztlich beide Seiten eine gerechte und tragbare Kostenaufteilung auf unseren Rechnungen stehen. Danke für die exzellente Zusammenarbeit und DANKE auch in die Einblick in eine wirklich exzellent und auf höchstem Nivau geführte Genossenschaft! Da kann man sich echt was abschauen! >> Mehr auf https://www.wwg-zeillern.at/

Seit über 20 Jahren haben wir nun wieder Biber in der Gemeinde. Der Unmut darüber ist groß und das vor allem bei den Grund- und Waldbesitzern. Denn einerseits sind Jungbäume kaum mehr bis ins Erwachsenenalter durchzubringen, bevor sie nicht schon wieder „abgefressen“ werden. Und andererseits führen die Biberdämme zu immer mehr Verlandungen und in der Folge zu Überflutungen auf den Feldern. Mittlerweile steigt auch die Zahl der „kartierten“ Biber in ganz Niederösterreich weiter und so wie die Anzahl der Biber steigt, steigt auch der Unmut landesweit. Weil genau dort wo sie auftauchen immer die gleichen Effekte eintreten, wie wir sie aus Ardagger schon gut kennen. „Politisch“ müssen wir jetzt auch die „Wolfsdiskussion“ dazu nutzen, um auch eine Regulierung der Biber zu schaffen. Aber das wird „ganz oben“ bei den Naturschutzgrundlagen der EU ansetzen müssen. Eine Reise am 14./15.3. nach Brüssel, wo auch der EU Green Deal diskutiert wird, wird sich ua. auch diesem Thema widmen.   Hier auf jeden Fall die Biberentwicklung („kartierte“ Biber) in Niederösterreich:

Wie geht´s Dir „wirtschaftlich“? Wie geht´s uns „wirtschaftlich“? Diese Frage haben wir gestern mit Wirtschaftsminister Martin Kocher in St.Pölten diskutiert und da waren neben den täglich in den Medien angeschriebenen Themen einige langfristige Entwicklungen wohl die „wichtigeren“, denn wir müssen uns jetzt fragen: „Wie wird´s uns in einigen Jahren wirtschaftlich gehen?“ angesichts gewisser struktureller Entwicklungen in Europa und weltweit!

Aber begonnen hat Martin Kocher mit der aktuell nach wie vor hohen Inflation und gezeigt, das hat´s schon mal gegeben: Nach 1970 – Anlass dürfte der Jom Kipur Krieg gewesen sein – an die 10% Inflation und elends lang hat man damals gebraucht, um sie wieder zu stabilisieren, wie Dir die Grafik zeigt:

Die Inflation dürfte sich nun rasch wieder stabilisieren und in Richtung 2% gehen. Mittel- und längefristig gibt´s ein viel größeres Problem mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und der EU ganz generell, sagte der Wirtschaftsminister und nannte u.a. auch einige Faktoren dafür: Die hohen europäischen  Energiepreise, der Fach und Arbeitskräftemangel (in einer alternden Gesellschaft, die einfach weniger Konkurrenzfähig ist und viele Leistungen in die Versorgung gibt), Enorme Vorleistungen für die Grüne Transformation (dazu gehört zum Beispiel die Co2 Bepreisung) – selbst wenn es auch wirtschaftliche Profiteure der Energiewende gibt.

Es brauche eine gut ausbalancierte Umsetzung dieser „grünen Maßnahmen“ und der Beitrag Österreichs müssen auch die klimafreundlichen Technologien sein, die wir kennen, entwickelt haben und nun auch „exportieren“ können. Das muss auch weltweit anerkannt werden, denn das ist auch ein globaler Beitrag zur CO2 Einsparung, wenn andere mit unseren Technologien besser werden können.

Schließlich fokusierte BM Kocher noch auf die „Bürokratie und  Berichtspflichten“. Da ist in Summe ein „Bürokratiemonster“ geschaffen worden, sagte er und belaste nicht nur alle Bereiche der Wirtschaft, sondern auch die öffentlichen Dienstleistungen und viele andere Bereiche. Darüber sei eine offene Diskussion erforderlich, denn überbordende Aufzeichnungen und Dokumentation kommen ja schließlich u.a. auch deswegen zustande, weil sich jede und jeder mittlerweile vor sinnlosen Klagen schützen müsse…..; Und „nur wer schreibt der bleibt“.

Die Wirtschaft würde sich im Moment übrigens ob all dieser Herausforderungen noch nicht aus EUROPA zurückziehen, aber es werden im Moment auch keine neuen Investitionen in Europa getätigt, sondern die internationalen Konzerne investieren in Asien, Amerika und woanders…….; Das trifft Österreich und in Deutschland, ob der auch regierungsseitig erzeugten „Unsicherheiten“ noch viel mehr ausgeprägt. Die Konzerne könnten sich in jedem Fall aussuchen, wo sie investieren. Standorte hätten sie in allen Weltgegenden mittlerweile.

Die ZUKUNFT und was zu tun sei, hat Martin Kocher auch aufgezeigt: Es müsse die Wettbewerbsfähigkeit wieder gestärkt werden (bei Standortkosten, Energiepreisen usw.). Es braucht ausreichend Fachkräfte und da wird für Österreich auch ein geordneter Zuzug notwendig sein. Viele Branchen funktionieren schließlich ohne Arbeitskräfte aus dem EU Binnenmarkt oder darüberhinaus nicht mehr. Und die ARBEIT als genereller WERT muss sichergestellt sein. Immer weniger zu arbeiten (aktuell liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Österreicherinnen und Östetreicher bei 30h) dann wird die österr. Wirtschaft in Zukunft schon gar nicht mehr wettbewerbsfühig sein.

Die Prognosen für den Arbeitsmarkt sind interessanterweise genau deswegen, weil viele weniger arbeiten wollen – trotz der schwachen Wirtschaft – nach wie vor gut. Es wird keinen gravierenden Anstieg der Arbeitslosen geben, prognostizierte Kocher. 2024 wird die Arbeitslosigkeit sogar geringer sein als in allen Jahren seit 2013. Und deshalb müsse nochmals der Hauptfokus sein, Fach- und Arbeitskräfte zu bekommen.

Mit neuen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in St. Pölten habe ich noch gesprochen, wie es ihnen im Amt geht und wie wir ihnen bei ihrer Arbeit auch im NÖ. Gemeindebund helfen können. Rund 40 neue Bürgermeisterinnen und Bürgermeister oder Vizebürgermeister gab es allein in den letzten 3 Monaten. Vor allem die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind gekommen. Es war ein wirklich interessanter Austausch und wieder einmal die Erkenntnis: Die Gemeinden sind zwar alle anders aber die Probleme immer die gleichen und dafür haben wir unseren Kolleginnen und Kollegen auch den Rücken gestärkt um letztlich für die Menschen eine gute Arbeit zu leisten. Hier ein paar Bilder davon:

Aufmerksam machen möchte ich Dich heute noch auf eine „Diplomarbeitsbörse“. Abschlussarbeiten von Studenten kannst du auf http://www.themenboerse.at einsehen und interessante Erkenntnisse könen so NÖ.weit ausgetauscht werden. Die Themenbörse ist aber auch dazu da, Fragen und Themen einzusammeln, die von Studenten im Rahmen ihrer Arbeiten bearbeitet werden sollen. Vielleicht hast auch Du die eine oder andere Idee dazu. Seitens der Gemeinden nutzen wir diese Plattform auch. >> www.themenboerse.at

Abschließend darf ich Dich nochmals einladen, Dir eine Verkleidung für die kommenden Faschingsveranstaltungen zu überlegen. Vielleicht bist Du mit Deiner Gruppe auch beim Faschingsumzug am 11.2. in Ardagger Markt dabei.

Und ganz zum Schluss gibt´s noch Grüße von Biju Amminiakal und von seiner Familie. Noch ist er ja in Indien und dann in einigen Wochen wieder bei uns in Ardagger:

Ganz zum Schluss der Spruch des Tages – weil schon soviel über Wirtschaft geschrieben wurde – zur Wirtschaft:

„The economy, stupid“ stammt von >> James Carville

Wörtlich übersetzt heißt das: „Die Wirtschaft, Dummkopf.“ und es war eine von drei Ansagen, die er damals als Wahlkampfmanager für Bill Clinton seinen Mitarbeitern mitgab. Er wollte damit klarmachen, dass es um die Wirtschaft gehe, wenn die Wahl gewonnen werden sollte und das ist wieder die Grundlage, dass es den Menschen gut geht. Und seither ist es auch ehernes Gesetz in den USA, dass u.a. die Wirtschaftslage oder zumindest die Hoffnung darauf Wahlen entscheidet.

Ich wünsch Dir heute alles GUTE, auch ein GUTES Wochenende und vielleicht kommts´Dir auch mal unter im täglichen Leben: „It´s the economy……, „

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