Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!
Die heutigen Frühstücksnews kommen aus Krems von einer zweitägigen Klausur, wo´s um Gemeinden geht, wo´s um Politik geht und wo´s um Zukunftsthemen geht – für die Menschen in unseren Kommunen. Bei so einer Klausur wird viel diskutiert und das nicht nur bei den Sitzungsrunden, sondern vielmehr noch am Abend beim Essen, am Morgen beim Frühstück oder auch noch in den Pausen dazwischen. Du kennst sicherlich solche Situationen. Ich will Dir einfach nur sagen, dass da dazwischen dann nicht mehr viel Zeit bleibt, um auch noch umfangreiche Frühnews zu schreiben. Insofern sind sie heute in bisserl „kürzer“.
Gestern vor der Abfahrt hierher nach Krems habe ich mit unserem Glasfaser-Bauteam noch die nächsten Ausbaubereiche angeschaut. Wir wechsel ja jetzt in Richtung Randbereiche Stephanshart – Zeillern, wo wir die Gegenden mitbauen, die sonst von einer anderen Seite in unserer Nachbargemeinde keinen „Anschluss“ bekommen würden. Danke schon jetzt für die „freundliche“ Aufnahme in unserer Nachbargemeinde und die exzellente Zusammenarbeit mit Bgm. Pallinger und den Bewohnerinnen und Bewohnern aus den betroffenen Rotten und Dörfern in unserer Nachbargemeinde Zeillern. Übrigens ist da bei der gestrigen morgendlichen Besichtigung auch dieses Bild entstanden:
Erfolgreich abgeschlossen werden – konnten gestern die Arbeiten für die zwei neuen Hydranten – einerseits im Bereich Sportplatzzufahrt in Ardagger Stift und andererseits im Bereich Infopunkt Donauwellenpark Ardagger Markt. Hydranten sind für eine Löschwasserversorgung im Notfall enorm wichtig und an beiden Stellen ging´s nun darum, dass sie zwischen 1200 und 1500l/min an Wasser im Notfall bringen sollten. Das ist in etwa die „Norm“, die bei einem Einsatz erforderlich ist. Das geht aber nur, wenn sie dann auch an „starken“ Hauptleitungen angeschlossen sind, was jetzt in diesen beiden Bereichen möglich war.

Ich darf Dir hier noch einige Termine weitergeben, die sich speziell mit Umweltschutz und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel beschäftigten. Vielleicht ist für Dich was interessantes dabei:
13.04.2023 5. Do It Yourself Energiewende Stammtisch
19.04.2023 „Durchblick im Förderdschungel“ – eNu-Seminar in Pöchlarn
27.04.2023 Climate Star Gala im Schloss Grafenegg
29.04.2023 Umweltwandertag in Ferschnitz
17.05.2023 Umwelt-ExpertInnen-Tagung 2023 in Hollenstein/Ybbs
17.05.2023 Nachhaltigkeit im ländlichen Raum – Andreas Sator
16.06.2023 TRINK’WASSERTAG 2023 – Voranmeldung für Gemeinden
Bei der Klausur, wo ich gerade bin, ist es auch um das unsägliche Thema der PV Förderung gegangen. Hierzu sei allen versichert, dass alle Politikebenen in Niederösterreich es genauso wie die vielen Antragsteller als große „Frozzelei“ empfinden, auf welche Art und Weise hier Förderungen vergeben werden. Du kennst das vielleicht oder hast es selbst schon erlebt: Wenn es eine neue PV Förderung gibt, dann hängen alle vorm Computer und in wenigen Minuten sind alle Förderungen weg! Wenn Du´s nicht geschafft hast, dann geht das Spiel beim nächsten Mal weiter und bis dahin lebst Du in der Unsicherheit, ob Du überhaupt was bekommst und Dein Projekt am Dach kannst Du auch nicht gescheit abschließen, weil die Anlage erst in Betrieb gehen darf, wenn die Förderung auch fix ist. (wenn Du eben Förderung beantragst.) Und wenn Du doch eine Förderung zugesagt bekommst, dann geht ab diesem Zeitpunkt eine für „Normalverbraucher“ relativ komplizierte Abwicklung los, die auch Zeit und Personal bindet und wo dann auch teilweise erst nach 6 Monaten wiederum endgültig feststeht, was Du jetzt bekkommst. Insofern kann ich Dir hier nochmals versichern, dass aus Niederösterreich der politische Druck auf das Umweltministerium von BM Eleonore Gewessler noch stärker werden wird, diese Förderung zu vereinfachen. Das könnte zum Beispiel heißen, dass man einfach pro „Normal-Strom-Hausanschluss“ und Verwendung dieses Anschlusses und entsprechend dem „Lastprofil“ eine gewisse Menge an PV Anlagenleistung fix fördert, wär mein Vorschlag. Das sollte man auch in Karten und Tabellen transparent machen und dann wäre das kein „unsägliches Rennen“ der Menschen „gegeneinander“, wer´s am schnellsten „pakt“, sondern so eine Vorgangsweise würde auch den erklärten Willen der Umweltministerin definieren, dass sie wirklich an einer umfassenden Energiewende für jede und jeden einzelnen Hausbesitzer interessiert wäre. Und es wäre auch einfach und „unbürokratisch“. Und „unbürokratisch“ würde dann nämlich auch heissen, dass keine „Heerscharen“ an Beamten und Mitarbeitern ausschließlich damit zu tun haben, nur ständig Telefonate und e-mails zu beantworten, was ja jetzt auch Personal und Geld bindet! „Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.“ hat der Nationalökonom und Soziologe Max Weber – wohl in weiser Voraussicht auf die PV Anlagenförderung schon um 1900 gesagt. Bis das Brett gebohrt ist, darf ich Dir in jedem Fall die Online Beratungstermine für PV Anlagen und Speicher ans Herz legen, die die ENU immer wieder bietet. Hier an folgenden Terminen (einfach für nähere Infos auf das jeweilige Datum klicken!)
Damit heute nochmals kurz zur Speichertechnologie, die bei vielen noch in Kritik steht und skeptisch betrachtet wird. Aber, die sich auch zu rechnen beginnt: Beispielsweise unser neuer Speicher auf der Kläranlage in Ardagger Markt: Die Grafik vom gestrigen Tag,der durschnittlich schön war, zeigt sehr gut: Ab ca. 07.00 in der früh hat der Speicher begonnen, sich mit Überschussstrom von der PV Anlage aufzuladen. Ca. um 14.00 Uhr war er dann mit über 80KW voll gefüllt. Ab ca. 17.00 Uhr hat er dann wieder begonnen, sich zu entladen und hat die Kläranlage bis kurz nach Mitternacht mit Strom versorgt, so dass rund 6 Stunden ein Bezug aus dem Netz – trotzdem dass die PV Anlage nicht mehr produziert hat, nicht erforderlich war. Für die Kläranlage wird der Speicher zukünftig durschnittlich 10 bis 12% des gesamten Stromes liefern. Gestern waren es über 16% des Tagesverbrauches, der zwischengespeichert werden konnte. Bei der Kläranlagen rechnen wir mit diesen Zahlen mit einer „Amortisationszeit“ von nur mehr 8 Jahren. Als wir bestellt haben, sind wir noch von 12 Jahren ausgegangen. Hier unsere „Werte“ im Detail:
Ich darf Dir noch alles GUTE für den heutigen Tag wünschen und Dir – weils heute wirklich ein bisserl kürzer sind die Frühnews – noch 2 Sprüche mit dem Thema „KÜRZE“ für den Tag mitgeben:
„In der Kürze liegt die Würze“ ist mittlerweile eine umgängliche Redewendung. Die Herkunft des Sprichworts geht zurück auf die Tragödie „Prinz Hamlet von Dänemark“ von William Shakespeare, der damit einfach gesagt hat: „Sag weniger und es wird leichter verstanden.“
In der Management- und Politlehre hat das als >> KISS Prinzip eingang gefunden. KISS steht für „Keep it short and simple“ – also: „Halt´s kurz und einfach“. Und gemeint ist damit auch die „Problemlösung“, die so einfach wie möglich sein sollte.
Ich wünsch Dir, dass Du keine Probleme hast heute – wenn doch, dann wünsche ich Dir den einfachsten Lösungsweg. Alles GUTE!
