Sehr geehrte Bürgermeisterin! Sehr geehrter Bürgermeister! Geschätzte Gemeinderäte!
2026 haben wir im NÖ. Gemeindebund das „Jahr der Wertschätzung“ in der Kommunalpolitik ausgerufen. >> hier dazu mehr Infos vom Jänner dieses Jahres.
Inhalte und Absätze in diesem Blogartikel:

„Schnell ist etwas ausgerufen, doch die Umsetzung hat Stufen.“
Gerade beim Thema Wertschätzung kann man viel „theoretisieren“. Aber was sich so einfach und selbstverständlich anhört, ist am Ende gar nicht einfach in praktische Handlungsanleitungen für Gemeindemandatare umzusetzen. Zu sehr ist der Politalltag – selbst auf der Gemeindeebene – von Diskrepanz und Auseinandersetzung, vom harten Ringen um Entscheidungen und sehr oft vom öffentlich-emotionalen Disput geprägt. Und rasch erleben wir alle, die da mitten drin stehen, dass anstatt Wertschätzung – sogar im kommunalen Politalltag „abschätziges“ Verhalten Platz greift.

„Mehr Luft für Ideen, weniger Lärm in der Kommunalpolitik.„
Umso mehr muss es unsere Aufgabe und unser ständiges Bemühen sein, trotz so mancher „Brunnenvergifter“ stets einen wertschätzenden politischen Diskurs zu führen und auch als Politikerinnen und Politiker, die wir immer wieder auch im Schussfeld der Interessen und Emotionen stehen, bei „Angriffen“ nicht immer gleich in den blindwütigen „Gegenangriffsmodus“ überzugehen. Manchmal bewahrt uns möglicherweise „tief durchzuatmen“ davor und kann „Kreativität mit Augenzwinkern“ helfen, wertschätzend zu bleiben, ohne sich, seine Werte und seine Klarheit aufzugeben.

„Wissen, wonach sich die Engagierten sehnen„
Aber nachdem´s ohnehin nicht in erster Linie um unser eigenes Befinden – als an der Spitze unserer Gemeinden Stehende – geht. Sondern weil´s vor allem um „Wertschätzung“ für all jene geht, die an unterschiedlichster Stelle zum Gemeinwesen beitragen, die Frage: Wonach sehnen sich die Menschen in unseren Gemeinden eigentlich am meisten. Studien und Experten sagen ganz allgemein: Der Mensch sehnt sich nach Verbundenheit, nach Liebe, nach Sicherheit und Anerkennung – einfach wertvoll zu sein.

„In unseren Heimatorten einfach wertvoll sein können“
„Wertschätzung“ heißt also, dass wir jenen, die für unser Gemeinwesen und das Zusammenleben wichtig sind, zeigen, dass sie wertvoll sind: Das sind „Freiwillige“ bei unterschiedlichsten Vereinen oder auch privat engagierte Menschen. Das sind unsere Partnerinnen und Partner oder auch unsere politischen Freunde und Wegbegleiter. Und das sind auch Organisationen, die für uns in unseren Heimatorten Stütze und Unterstützung sind. Niemanden zu übersehen, stets die richtige „Dosis“ an Wertschätzung „anzuwenden“ und die Wertschätzung auch noch „gerecht“ zu verteilen“, das ist dann die „hohe Schule“ der Wertschätzung!

Mit Wertschätzung Menschen und ganze Orte zum Blühen bringen
Du kennst sicher das geflügelte Wort „Ned g’schimpft is g’lobt gnua.“ Es drückt eine sparsame und nüchterne Einstellung zu Anerkennung aus. „Historisch wortkarg und bodenständig, hart gegen sich und andere…..“ könnte man sagen. Mag sein, dass früher Schweigen schon Anerkennung war. Heute und in Zukunft ist und muss das anders sein. „Menschen blühen dort auf, wo sie gesehen und geschätzt werden.“ Und ganze Orte blühen auf, wenn viele Menschen in den Orten „aufblühen“.

Unsere Aufgabe: Für eine Kultur der Wertschätzung zu sorgen!
Unsere Aufgabe muss es zum Beispiel sein, nicht nur die schönsten Kindergärten und Schulen zu bauen, sondern darin diejenigen zum „Erblühen“ zu bringen, die unsere Kinder lehren und betreuen.
Unsere Aufgabe muss es sein, an öffentlichen Plätzen diejenigen zu motivieren, die sie mit Konzerten bespielen, mit Märkten beleben oder als Unternehmerinnen und Unternehmer pulsieren lassen.
Unsere Aufgabe wird es auch sein müssen, nicht nur Heime und andere Einrichtungen für die Älteren zu bauen, sondern diejenigen zu schätzen, die sich darin um andere „umschauen“.
Ja! Schöne Häuser, gute Straßen, moderne Technik oder eine intakte Natur sind Basis für gute Gemeinden und ein gutes Leben in ihnen. Aber eine Kultur der WERTSCHÄTZUNG kann MENSCHEN und ganze ORTE richtig zum BLÜHEN bringen.

Im NÖ. Gemeindebund haben wir das jüngste Monatsmagazin – die NÖ. Gemeinde – dem Thema „Wertschätzung“ gewidmet
Auf über 30 Seiten kannst Du >> hier nachlesen, wie Wertschätzung im politischen Alltag und Respekt als Prinzip im politischen Wettbewerb gelingen kann. Eine spannende Lektüre, die „Kommunalpolitik“ ein Stück weit auch einmal aus der „Metaperspektive“ betrachtet.

